Dystonie  und Grippe

Hier erfährst Du in aller Kürze zu dystonen Bewegungsstörungen und Grippe

#Influenza #Dystonie #Fieber #Entzündungen #Stress #Schlafmangel #Schwäche #Flüssigkeitsmangel #Elektrolytverlust #STIKO #Impfempfehlung #Herdenimmunität

Influenza

#Grippe (lat. Influenza) ist eine durch das Influenzavirus verursachte hochansteckende Erkrankung der Atemwege.

#STIKO (Ständige Impf­kom­mission) un­ab­hängiges, ehren­amt­liches Expertinnen- und Expertengremium, das Impfempfehlungen für die Be­völk­er­ung in Deutsch­land ent­wickelt und öffentlich ausspricht.

Aktuelle Empfehlungen zur Grippeimpfung

#Herdenimmunität, auch Herdenschutz genannt,

beschreibt den indirekten Schutz von nicht-immunen Personen, wenn ein Großteil der Bevölkerung durch Impfungen oder überstandene Infektionen immun ist, wodurch sich die Ausbreitung eines Erregers stark verlangsamt bzw. bestenfalls zum Erliegen kommt.

Grippenviren sind saisonal unterwegs. Im Winter haben sie Hochsaison. Je nach Wetterlage und impfbedingter Herdenimmunität der Bevölkerung infizieren sie in Deutschland jährlich zwischen 4 und 16 Millionen Menschen. Schwerste Verläufe können gar tödlich enden.


Dystoniebetroffene sind, wenn grippekrank,

sozusagen doppelt gekniffen!


Dies liegt zunächst an der Grippe bzw. ihren Symptomen selbst. Hohes und länger anhaltendes Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen, Entzündungen sowie Husten sind vorrangig zu nennen.


Zudem ist es darauf zurückzuführen, dass sich dystone Symptome  unter einem viralen Infekte regelmäßig spürbar und zeitweilig deutlich verschlechtern. Zum andern wirken Medikamente, die gegen dystone Symptome verordnet und eingenommen werden, mitunter schlechter, was wahrscheinlich an dem grippebedingt erhöhten Stoffwechsel liegt.


Schließlich greift fieberbedingt Erschöpfung raum, was Bewegungskontrolle weiter erschwert und Schmerzen verschlimmert kann. Ein längeres Verweilen im Bett oder auf dem Sofa, also in relativ statischer bzw. unveränderter Position, kann zudem dystone Krämpfe und Fehlhaltungen triggern.


Wirkmechanismen grippebedingter

dystoner Verschlimmerung


  • Fieber und Entzündung irritieren insbesondere die Reizverarbeitung im Zentralen wie Peripheren Nervensystem sowie die Signalübertragung auch auf die Skelettmuskulatur.

Hilfreich: Fiebersenkende und entzündungshemmende und, zumindest nachts, hustenstillende Medikamente nach Rücksprache mit behandelndem Hausarzt bzw. behandelnder Hausärztin.


  • Schlafmangel und Schwäche infolge eines Infektes führen dazu, dass Fehlbewegungen und Fehlhaltungen nur schwer ausgeglichen werden können.

Hilfreich: Bett- und/oder Sofaruhe und fünf nahrhafte Kleinstmahlzeiten (Gemüse, Obst, Hühnerbrühe etc.) über den Tag verteilt.


  • Flüssigkeitsmangel und Elektrolytverlust beeinflussen Muskelaktivität zudem negativ.

Hilfeich: Wenigstens sechs Portionen Mineralwasser, Säfte und/oder Tee über den Tag verteilt!


  • Statisches Ruhen an einem Ort führt dazu, dass sich dystone Symptome, aufgrund von Bewegungsmangel und dem Abbau der ansonsten im Alltag genutzten Muskulatur, weiter verschlimmert.

Hilfeich: Mehrfach täglich den gesamten Körper bewusst durchbewegen und, wenn möglich, einen Lagerungswechsel (vom Bett auf ein Sofa und umgekehrt) durchführen.


  • Grippe bedeutet auch seelischen Stress, der regelmäßig dazu führt, dass die gesamte Skelettmuskulatur in erhöhte Grundanspannung versetzt wird, was wiederum motorische wie nicht-motorische dystone Symptome weiter zu verstärken vermag.

Hilfeich: Eine ärztliche Krankschreibung erwirken, Termine für 14 Tage absagen sowie, wenn möglich, Hilfe für "Haus und Hof" erbitten.


Schließlich eine gute Nachricht: Wenn die Grippe abklingt, klingen die verstärkten dystonen Symptome ebenfalls wieder ab. Sollte dies nach 14 Tagen nicht der Fall sein, empfiehlt es sich, einen Neurologen bzw. eine Neurologin aufzusuchen. Entsprechendes gilt, wenn sich Deine Dystonie grippebedingt ungewöhnlich stark verschlechtert hat sowie bei gänzlich neu auftretenden Symptomen, vor allem das Atmen und Schlucken betreffend.