Dystonie  und Schwindel

Hier erfährst Du etwas zu dystonen Bewegungsstörungen und Schwindel

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Dystonie und Schwindel

#Schwindel (med. Vertigo) Symptom der Störung des Gleichgewichtssinns, kann mit ÜbelkeitErbrechen, Sehstörungen, Ohrenrauschen etc. einhergehen.

Bei akut auftretendem neuen oder starkem Schwindel unverzüglich

einen Arzt aufsuchen

oder die 112 rufen!

#THS-Programmierung ist der Prozess der individuellen Einstellung eines implantierten Systems, das mit elektrischen Impulsen gestörte Gehirnregionen bei Krankheiten wie Dystonie entlang der Parameter Stromstärke, Frequenz und Richtung moduliert.

Zahlreiche Dystoniebetroffene kennen es; mal mehr, mal weniger: Schwindel.


Schwindel beschreibt ein Gefühl  von Drehen, Schwanken  oder Unsicherheit. Er kann viele Ursachen haben, unter anderem die Folgenden:

  • Muskelverspannungen
  • Innenohrerkrankungen
  • Bandscheibenvorwölbung
  • Bandscheibenvorfall
  • Wirbelverschleiß oder -blockaden
  • Medikamentöse Nebenwirkungen
  • Dehydrierung (Austrocknung)


Es gibt unterschiedliche Schwindelarten. Dies werden danach benennt, wie sie von betroffenen wahrgenommen werden:


  • Drehschwindel

Gefühl, dass sich die Umgebung oder man sich selbst dreht

  • Schwankschwindel

Gefühl der Unsicherheit, des schwankenden oder wackelnden Bodens

  • Liftschwindel

Gefühl, als würde man nach oben gezogen oder nach unten gedrückt

  • Lageschwindel

Gefühl des Drehens oder Schwankens bei Positionwechsel

  • Benommheitsschwindel

Gefühl der Schummrigkeit oder des Betrunken- bzw. Benebeltseins


Häufige Arten von Schwindel

bei Dystonie:


Zervikaler Schwindel


Dreh- oder Schwankschwindel als unmittelbare Folge einer zervikalen Dystonie, bei der die Muskulatur des Nackens und der Schultern verkrampft, was das Gleichgewichtsorgan (Vestibularsystem) und die Propriozeption (Körperwahrnehmung) irritiert.


Dystoner Schwankschwindel


  • Fehlspannungen im Nacken und Rumpf, was wiederum zu einem Ungleichgewicht zwischen den Körperhälften führt.


  • Fortwährende asymetrische Fehlbewegungen, die durch abnorme Muskelkontraktionen verursacht werden.


  • Optische und akustische Fehlreize, die das Zusammenspiel von Augen, Ohren und Körperposition beeinflussen.


Stimmulationsschwindel


Veränderungen der Tiefen Hirnstimulation können zudem einen zeitweiligen Schwindel zur Folge haben. Dies zuvorderst nach einer Neuprogrammierung oder nach Programmwechsel. Dieser löst sich jedoch im Regelfall rasch in Wohlgefallen auf, nämlich dann, wenn sich die Muskulatur bzw. der Bewegungsapparat auf die neu stimulierten muskulären Spannungsverhältnisse eingestellt hat. Sollte ein Schwindel nach Neu- oder Umprogrammierung länger als 24 Stunden anhalten, sollten weitere Anpassungen vorgenommen werden.


Nicht zuletzt vermögen auch einige Medikamente gegen Dystonie (Muskelrelaxanzien, Anticholinergika etc. sowie injizierte Botolinumneurotoxine) einen Schwindel als Nebenwirkung auszulösen.


Schließlich kann seelischer Stress, in Folge einer Dystonie oder unabhängig von dieser, zu Schwindel führen oder diesen verstärken.


Wie auch immer: Ein "neuer Schwindel" sollte - vor allem wenn dieser mit Übelkeit und Kopfschmerzen einhergeht - unverzüglich ärztlich abgeklärt werden.


Anti-Schwindeltraining


Einem chronisch dystoniebezogenen Schwindel lässt sich im Wesentlichen wie folgt begegnen: Physio- oder Neurophysiotherapie, Entspannungstechniken oder Schwindeltraining. Eine zeitlich gesteuerte bzw. sehr regelmäßige Einnahme von Medikamenten oder ggf. eine Anpassung der Medikation können zudem helfen.