Dystonie  und Vitamin D

Hier erfährst Du zu dystonen Bewegungsstörungen und die Bedeutung von Vitamin D3

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Dystonie und Vitamin D

#Vitamin D3 (Cholecalciferol) ist ein essenzielles, fettlösliches Vitamin, das der Körper primär durch UVB-Strahlung in der Haut selbst bildet. Es ist entscheidend für die Kalziumaufnahme, den Knochenaufbau, das Immunsystem und die Muskelkraft.

#nmol/l steht für Nanomol pro Liter und ist eine Maßeinheit, die in medizinischen Laborwerten die Konzentration einer Substanz in Flüssigkeiten wie Blut angibt, wobei ein Nanomol ein Milliardstel eines Mols ist, was extrem kleine Mengen an Stoffen erfasst.

Dystoniebetroffene - insbesondere im sonnenarmen Norden Europas - stellen sich hier und dort die Frage, ob, und wenn ja auf welche Weise, ein Vitamin-D-Mangel dystone Symptome zu beeinflussen vermag.


Das Vitamin D  (genau D3) spielt, dass steht fest, auch bzw. insbesondere für die menschliche Motorik eine wichtige Rolle. Dies zum einen für die Muskelkraft. Zum anderen für die Weiterleitung elektrischer Impulse  an Muskulatur. Schließlich beeinflusst Vitamin D den Kalzium- und Magnesiumhaushalt. bzw. wird für deren Aufnahme benötigt.


Für eine ausreichend körpereigene Vitamin-D-Produktion bedarf es im Sommer 5 bis 25 Minuten Sonne auf unbedeckter Haut (Gesicht, Arme, Hände) täglich. Im Winter reicht die Sonne zumeist nicht, dann sind - vor allem in Nord- und Mitteleuropa - mitunter Nahrungsergänzungsmittel nötig.


Ein Vitamin-D3-Mangel liegt vor, wenn der Blutspiegel von 25-Hydroxyvitamin-D unter 30 nmol/l  (oder 12 ng/ml) fällt. Werte zwischen 30-50 nmol/l gelten als suboptimal und Werte unter 10 nmol/l stellen einen schweren Mangel dar.


Ein starker Vitamin-D-Mangel kann neben Müdigkeit, und Antriebslosigkeit auch folgende motorikbezogenen Symptome verursachen:


  • Muskelspannung
  • Muskelkrämpfe
  • Muskelzuckungen
  • Muskelschmerzen


Die vorgenannten Symptome bzw. ein Vitamin-D-Mangel kann eine Dystonie zwar vortäuschen bzw. schlimmstenfalls eine bestehende neurologische Bewegungsstörung verschlimmern, besonders dann, wenn in einem Körper zusätzlich der Magnesium- oder Kalziumspiegel niedrig sind. Dass ein Vitamin-D-Mangel eine dystone Bewegungsstörung als neurologische Erkrankung auszulösen vermag, ist jedoch in keinem Fall bewiesen bzw. gänzlich unbekannt.


Einzig bekannt ist, dass Personen, die von einer neurologischen Bewegungsstörung betroffen sind, überdurchschnittlich häufig ein Vitamin-D-Mangel aufweisen. Dieser dürfte jedoch eher daher resultieren, dass deren mitunter überaktive Muskulatur" einen erhöhten Verbrauch zu begünstigen scheint. Demgemäß sollten insbesondere Dystoniebetroffene regelmäßig ihren Vitamin-D-Spiegel überprüfen lassen, um auszuschließen, dass gerade in den sonnenarmen Wintermonaten sich dystone Symptome ohne Not mangelbedingt verschlimmern.