Für den Fall der Fälle

#dystone Krise oft lebensbedrohliche Verschlechterung einer dystoner Bewegungsstörungen mit schweren, anhaltenden Muskelverkrampfungen sowie häufig auch Betroffenheit der Atmung.

#Benzodiazepine sind Akutmedikamente (z.B. Tavor, Diazepam, Lorazepam), die unverzüglich krampf- und angstlösend sind, indem sie auf das
zentrale Nervensystem wirken.
Personen, die stark von Dystonie betroffen sind, sollten mit ihren Neurologinnen und Neurologen die mögliche Erforderlichkeit von Notfallmedikamenten erörtern. Dies vor allem dann, wenn sie zu dystonen Krisen neigen.
Notfallmedikamente sind für Betroffene dystoner Bewegungsstörungen sehr bedeutsam, um akute Verschlechterungen unverzüglich kontrollieren zu können und Komplikationen zu vermeiden.
Dystone Bewegungsstörungen verlaufen unterschiedlich. Unbenommen davon vermag Stress aller Art - ausgelöst z.B. durch Infektionen, Verletzungen, Schlafmangel oder starke seelische Anspannung - schwerste muskuläre Verkrampfungen auszulösen. Diese sind nicht nur sehr schmerzhaft und erschöpfend. Vielmehr können sie auch, wenn die Atmung und das Schlucken bzw. der Kehlkopf betroffen sind, Lebensgefahren bergen.
In solchen Situationen reichen die Dauermedikamente regelmäßig nicht aus. Hier kommen sogenannte Notfallmedikamente ins Spiel, die Folgendes bewirken:
- Rasches Lösen von Muskelverkrampfungen
- Unverzügliche Linderung von Schmerzen
- Reduzierung von Angst und Stress
Notfallmedikamente wirken meist schneller und stärker als die Dauermedikation, dies aber nur für kurze Zeit. Klassische Notfallmedikamente sind Benzodiazepine die muskelentspannend und angstlösend wirken.
Bedeutsam ist, dass die
Auswahl von Medikamenten für den Notfall
individuell ist. Sie hängt sowohl von
Art der Dystonie, dem
Alter und
Begleiterkrankungen ab. Wissenswert ebenfalls, dass
Notfallmedikamente keine Dauertherapie ersetzen und regelmäßig zu überprüfen sind.
Schließlich sollten Angehörige und Pflegende in den Umgang mit Notfallmedikamenten eingewiesen werden.
