Dystonie  und Gefühle

Hier erfährst Du etwas zu unangenehmen Gefühlen bezüglich einer Dystoniebetroffenheit

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Mögliche seelische Folgen

Mensch, die chronisch erkrankt  sind - so auch Dystoniebetroffene - werden regelmäßig von negativen bzw. unangenehmen Gefühlen geplagt. Diese resultieren entweder aus dem persönlichen Erleben der Erkrankung selbst, der mit ihr einhergehenden körperlichen oder seelischen Leistungsminderungen, der aus ihr resultierenden Behinderungen oder den Reaktionen auf das Vorgenannte Dritter.


Bei Gefühlen, auch Emotionen genannt, handelt es sich um komplexe psychophysiologische Prozesse, die als persönliche Reaktionen auf innere oder äußere Reize entstehen, Körperwahrnehmungen einbeziehen und schließlich im zentralen Nervensystem verarbeitet werden. Sie dienen der unbewussten Bewertung von Situationen, beeinflussen unser Denken und unsere Sprache, regulieren unser Handeln und vermögen schließlich gar die Symptome einer dystonen Bewegungsstörung zu verschlimmern.


Folgende 10 unangenehme Gefühle schildern Dystoniebetroffene regelmäßig:


  • Hilflosigkeit

Dystonen Symptomen, daraus resultierenden Erfordernissen, Auffälligkeiten und Behinderungen ausgeliefert sein.


  • Frustration

Alltägliche und berufliche Dinge nicht mehr so tun zu können, wie man es vor der Erkrankung tun konnte.


  • Scham

Anders auszusehen, sich anders zu bewegen,  weniger leistungsfähig und spontan zu sein sowie Unterstützung zu benötigen.


  • Angst

Nicht zu wissen, wie sich die Erkrankung entwickeln wird, vor allem mit Blick auf eine mögliche Verschlimmerung bestehender Symptome.


  • Einsamkeit

Resultierend daraus, dass sich Dritte von Erkrankten häufig abwenden, gewisse Dinge nicht mehr möglich sind oder sich Betroffen von sich aus zurückziehen.


  • Trauer

Über verlorene Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Freundinnen und Freunde oder die Möglichkeit der Teilhabe an Erwerbsarbeit oder bestimmten Freizeitaktivitäten.


  • Wut

Von einer chronischen Erkrankung betroffenen zu sein, auf deren Verlauf Betroffene kaum Einfluss nehmen können.


  • Kränkung

Als Ergebnis des Bagatellisierens Dritter, insbesondere von Ärztinnen und Ärzten, Angehörigen und Freundinnen und Freunden.


  • Kontrollverlust

Da Betroffene ihren Körper und bestimmte Körperfunktionen nicht mehr zu Kontrollieren vermögen.


  • Hoffnungslosigkeit

Da die Erkrankung grundsätzlich nicht heilbar und Verschlimmerung erwartbar ist.